Willkommen
Der Schwerpunkt
dieser Sprechstunde ist die Nachsorge gynäkologischer
Malignome des Genitaltrakts.
Für Patientinnen, die an einem Krebs des Eierstocks, der
Gebärmutter, der Scheide oder des äußeren Genitales
erkrankt sind, empfiehlt sich nach Abschluss der Erstbehandlung
eine regelmäßige Nachsorge in anfänglich dreimonatigen
Abständen. Bei tumor- und beschwerdefreier Patientin kann
dieses Intervall später verlängert werden.
Die Nachsorge erfolgt tumorspezifisch und dient der möglichst
frühzeitigen Erkennung eines Wiederauftretens der Erkrankung.
Auch die Betreuung und Begleitung von Patientinnen mit fortgeschrittenen
Erkrankungen ist unser Ziel.
Anamnese
Häufig kann bereits das Gespräch mit der
Patientin und das gezielte Nachfragen Hinweise auf ein Rezidiv
oder eine Tumorprogression geben, so dass die Anamnese einen
wichtigen Bestandteil der Nachsorge darstellt. Die Patientin
soll die Möglichkeit haben, ihre Beschwerden anzusprechen.
Untersuchung
Durch
die gynäkologische und rektale Untersuchung, die Zytologie
(Zellabstrich)/ ggf. Kolposkopie (Lupenbetrachtung) und auch
durch die gezielte Biopsie (Gewebeentnahme) können Veränderungen
im kleinen Becken erkannt werden.
Diagnostik
Die klinische Untersuchung des kleinen Beckens
kann durch eine Ultraschalluntersuchung über die Scheide
oder den Bauch ergänzt werden. Bei entsprechenden Beschwerden
empfiehlt sich auch der großzügige Einsatz des
Ultraschalls der Nieren.
Nur beim Vorliegen
von Beschwerden oder beim dringenden klinischen Verdacht auf
einen Tumor wird die Diagnostik erweitert durch die laborchemischen
(Tumormarker) oder apparativen Untersuchungen (Röntgen,
Computertomographie, Magnetresonanztomographie, etc.).
Im
Rahmen der Nachsorge sollte in 1-2 jährlichen Abständen
eine Mammographie erfolgen. Insbesondere
bei Patientinnen mit einem Eierstockskrebs in der Anamnese
besteht ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung
von Brustkrebs. Auch die jährliche Untersuchung
des Stuhlgangs auf Blut (Haemoccult) kann im Rahmen der
Nachsorge durchgeführt werden.
Entsprechend auch den Empfehlungen
der Fachgesellschaften ist jede Untersuchung nur dann
sinnvoll, wenn sich aus ihrem Ergebnis eine unmittelbare
therapeutische Konsequenz für Sie ergibt. Dies vermeidet Verunsicherung und
unnötige Belastung.
Beratung
Wir
stehen Ihnen jederzeit für Fragen zur Diagnostik und
Therapie Ihrer Krebserkrankung zur Verfügung.
Gerne
informieren wir Sie über aktuelle Studienprotokolle und neue
Therapieansätze in
der Behandlung Ihrer Krebserkrankung.
Weitere
Informationen erhalten Sie auch im Internet:
www.krebshilfe.de
www.ago-online.de
www.ago-ovar.de
www.eierstock-krebs.de
tzm.web.med.uni-muenchen.de
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