Die senologische Sprechstunde ist unsere
Spezialsprechstunde für Erkrankungen der weiblichen
Brust. Überwiegend
betreuen wir hierbei Patientinnen mit Brustkrebs. Des Weiteren
beraten und behandeln wir Frauen mit angeborenen Fehlbildungen
der Brust, entzündlichen Veränderungen der Brust,
gutartigen Tumoren der Brust und Erkrankungen der Brust bei
Männern.
Während der Brustsprechstunde betreuen wir folgende Probleme:
Diagnosesicherung
Therapieplanung
Tumornachsorge
Diagnosesicherung
Erstgespräch, körperliche Untersuchung, Organisation
der notwendigen diagnostischen Maßnahmen (Mammographie
oder Beurteilung der mitgebrachten, auswärts angefertigten
Bilder), feingewebliche Sicherung von Tumoren, Organisation
und Terminvereinbarung der weiteren Behandlungsschritte
(Operation oder medikamentöse Therapie). Erstinformation über
mögliche Operationsarten (über 70% Brusterhaltung,
weniger als 30% Brustentfernung, Wiederaufbauoperationen).
Es ist uns wichtig, beim Erstgespräch zu vermitteln,
dass Brustkrebs kein „körperlicher“ Notfall
ist, und man deswegen nicht überhastete therapeutische
Schritte durchführt. Dennoch werden die erforderlichen
Schritte der weiteren Behandlung in individueller Abstimmung
mit der Patientin (und ihrer Angehörigen) ohne Zeitverlust,
aber auch ohne Hektik, eingeleitet und vorbereitet.
Therapieplanung
Wenn nicht schon ausführlich während des stationären Aufenthaltes
besprochen, werden jetzt die möglichen medikamentösen Behandlungsformen
besprochen. Hierzu gehören:
- die antihormonelle Therapie
- die Chemotherapie
- die Antikörpertherapie
- die Therapie mit neuen Medikamenten
Die Frauenklinik Großhadern kann den Patientinnen
für nahezu jede klinische Situation bei der erstmaligen
Diagnose die Möglichkeit zur Studienteilnahme anbieten.
In den Studien werden sowohl neue Möglichkeiten der
Therapiereihenfolge, der Medikamentenkombinationen und der
Medikamentendosierung bekannter Medikamente, als auch die
Wirksamkeit neuer Medikamente untersucht. Die Patientinnen
müssen jedoch nicht an Studien teilnehmen.
Sollte eine Strahlentherapie geplant sein, können wir
mit den Kollegen der Strahlentherapie die weitere Organisation
für die Patientinnen übernehmen.
Tumornachsorge
Nachsorgenuntersuchungen sind zu empfehlen, um ein erneutes Auftreten oder
ein Fortschreiten der Erkrankung möglichst frühzeitig zu erkennen. Derzeit
wird eine Nachsorge von mindestens 10 Jahren empfohlen. Die ersten drei Jahre
nach abgeschlossener Primärbehandlung sollte alle drei Monate eine klinische
Nachsorgeuntersuchung erfolgen, im Jahr 4. und 5. kann der Zeitraum auf 6 Monate
erweitert werden und danach kann in ein jährliches Intervall übergegangen
werden. In der Nachsorgeuntersuchung wird auf aktuell aufgetretene Beschwerden
im Rahmen der Brustkrebserkrankung eingegangen, sowie eine körperliche
Untersuchung durchgeführt. An apparativer Diagnostik wird bei einer beschwerdefreien
Patientin die Mammographie/-sonographie alle 6 bzw. 12 Monate empfohlen. Wichtiger
Bestandteil der Nachsorge ist die Anleitung zur Selbstbeobachtung und Selbstuntersuchung
der operierten Region und der Brust der Gegenseite.
Die Sprechstunde bietet Raum und Zeit für die Behandlung von Fragen, Problemen,
und Unsicherheiten.
Die enge Verzahnung der Frauenklinik mit allen anderen Disziplinen, die an der
Behandlung von Brustkrebs beteiligt sind, ermöglicht die zeitnahe Konsultation
der Patientinnen bei Kollegen der entsprechenden Fachabteilung.
Das Team der Frauenklinik
Großhadern ist
für Sie da. |