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Sprechstunde
Infektiologie
   

 

Willkommen
In der Sprechstunde Infektiologie oder Fluorsprechstunde der Frauenklinik Großhadern werden alle Arten von Infektionen des weiblichen Genitaltrakts diagnostiziert und behandelt. Ein Schwerpunkt liegt hierbei in der Diagnose und Behandlung chronischer und chronisch rezidivierender Infektionen des unteren Genitaltrakts, wie z.B. Pilzinfektionen und Bakterielle Vaginose. Ein erfahrenes Team aus Assistenz- und Oberarzt sowie speziell geschulte Schwestern sind für Sie da.

Welchen Erkrankungen werden behandelt?
Wir diagnostizieren und behandeln v. a. Infektionen im Bereich der äußeren und inneren weiblichen Genitalorgane, wie z. B. Pilzinfektionen, Bakterielle Vaginose, sowie spezifische (Herpes, Trichomonaden, Chlamydien, Gonokokken, Syphilis) und unspezifische vaginale Infektionen (z. B. durch E. coli, Enterokokken etc.), aber auch allergisch bedingte sowie symptomatische Erkrankungen (z. B. Vulvodynie).

Grundlage jeder Behandlung ist eine umfangreiche mikrobielle Diagnostik mit modernsten Methoden, die ergänzt wird durch die individuelle Diagnose der lokalen Immunsituation der Patientin, die häufig Aufschluss über lokale Immunstörungen bzw. allergische Geschehnisse im Bereich der Scheide gibt. Diese Diagnostik hilft vor allem bei Patientinnen mit chronischen oder chronisch-rezidivierenden Erkrankungen bei der Abklärung der Ursachen sowie der Auswahl der richtigen Therapie.

Was heißt chronisch/ chronisch-rezidivierend?
Eine chronische Infektion hält trotz Behandlung über einen langen Zeitraum an. Von chronisch-rezidivierenden Erkrankungen spricht man, wenn die Erkrankung auf eine Behandlung anspricht und sich bessert oder geheilt wird, aber nach Beendigung der Therapie in geringem zeitlichem Abstand erneut auftritt. Beispielsweise spricht man bei mehr als 4 Pilzinfektionen pro Jahr im Bereich der Scheide von einer chronisch rezidivierenden Vulvovaginalcandidose, also einer sich immer wieder wiederholender Pilzinfektion. Diese stellt neben der chronisch rezidivierenden Bakteriellen Vaginose eine unserer Schwerpunkte in Behandlung und Forschung dar.

Was sind die Symptome einer vaginalen Infektion?
Typische Symptome, die Sie mit Ihrer Frauenärztin/ ihrem Frauenarzt abklären lassen sollten, sind vermehrter oder in Farbe und/ oder Geruch veränderter Ausfluss, Juckreiz, Brennen, Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr.

Unsere Spezialgebiete
Vier Jahrzehnte Erfahrung und eine umfangreiche und ausgefeilte Differentialdiagnostik machen uns zu Spezialisten auf dem Gebiet der Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane. So können wir oft auch Patientinnen helfen, die einen langen Leidensweg hinter sich haben. Unsere Spezialgebiete sind dabei:

1. Die Fluorsprechstunde
Hier werden alle Arten von Infektionen des weiblichen Genitaltrakts diagnostiziert und behandelt

2. Frühgeburten
Vaginale Infektionen wie z. B. die bakterielle Vaginose können vorzeitige Wehen und Frühgeburten auslösen. In der Forschung untersuchen wir diesen Zusammenhang, in der Klinik bemühen wir uns durch gründliche Vorsorge und bei Bedarf schnelle zielgerichtete Behandlung Frühgeburten zu vermeiden.

3. Allgemeine Infektiologie
Infektionskrankheiten sind trotz der Erfindung der Antibiotika weltweit nach wie vor die größte Bedrohung für die Gesundheit des Menschen.

Wir in verschiedenen Kommissionen tätig, um rechtzeitig Trends in der Entwicklung von Infektionskrankheiten zu erkennen und richtig darauf zu reagieren.

4. Impfsprechstunde
Impfungen sind die wichtigste Waffe im Kampf gegen Infektionskrankheiten. Forschungsarbeiten der letzten Jahre haben ergeben, dass auch manche Krebserkrankungen ursprünglich durch Infektionen ausgelöst werden, wie das Beispiel des HPV-Virus und Gebärmutterhalskrebs zeigt.

Daher ist Impfen für uns ein zentrales Thema, das wir versuchen, der breiten Öffentlichkeit nahezubringen.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Mit den Kollegen der Urologischen und Dermatologischen Klinik verbindet uns eine enge und kollegiale Zusammenarbeit. Dies ist für Sie als Patientin von besonderem Nutzen, da hier häufig Überschneidungen der Fachgebiete auftreten.

Zusammenarbeit mit Ihrer Ärztin und Ihrem Arzt
Die Zusammenarbeit mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus den Praxen ist uns ein zentrales Anliegen. Eine schnelle Befundübermittlung informiert Ihre Ärztin und Ihren Arzt umgehend über Ihren Zustand. Immer wieder rufen wir unsere Kollegen in den Praxen an, um Informationen zu präzisieren oder Befunde auszutauschen. Selbstverständlich können sich Ihre Ärztin und Ihr Arzt jederzeit an uns wenden, wenn sich Fragen oder Besonderheiten ergeben haben.

Lehre und Forschung
Neben der zentralen Aufgabe der Patientenversorgung haben wir als Mitglieder einer Universitätsfrauenklinik die wichtige Aufgabe, forschend drängenden Fragen auf den Grund zu gehen und lehrend junge Kolleginnen und Kollegen auf ihren Beruf vorzubereiten, um Ihnen auch in Zukunft eine optimale ärztliche Versorgung gewährleisten zu können. In unserem infektiologischen Forschungslabor werden Forschungsarbeiten z. B. zum Thema „lokale Immunologie der Vagina“ durchgeführt. Die Ergebnisse fließen unmittelbar in die Diagnostik der infektiologischen Sprechstunde ein, so profitieren Sie schnell von neuen Erkenntnissen. Vielleicht werden Sie in unserer Spezialsprechstunde mit einem unserer Forschungsprojekte oder einer laufenden Studie vertraut gemacht und z. B. gebeten, zusätzliche Abstriche oder auch einmal eine Blutprobe entnehmen zu lassen. Außerdem lernen Sie eventuell junge Kolleginnen und Kollegen auf ihrem Weg zum Arztdasein kennen. Im Namen unserer jungen Ärzte und Forscher bitten wir Sie sehr herzlich, uns hier nach Möglichkeit zu unterstützen. Datenschutz und andere rechtliche Vorgaben sind dabei selbstverständlich berücksichtigt.


 

 

 

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Tel: 089 / 7095 - 6800
Fax: 089 / 7095 - 6840
E-Mail: Frauenklinik@med.uni-muenchen.de