Bisherige Untersuchungen führen die
Entstehung eines bösartigen Brusttumors in circa 5-8%
auf eine vererbte Veranlagung zurück.
Sind mehrere Frauen innerhalb einer Familie an Brust- oder/und
Eierstockkrebs erkrankt und die Krebserkrankungen in jungem
Alter aufgetreten, kann dies ein Hinweis auf die erbliche Form
von Brust- bzw. Eierstockkrebs sein.
Die erbliche Prädisposition für Brust- und Eierstockkrebs
kann auf Veränderungen in den „Brustkrebsgenen“(breast cancer
gene) BRCA1 und BRCA2 beruhen. In ca. 60% der Familien mit
Brust- und Eierstockkrebs und 40% der Familien mit häufigem
Auftreten von Brustkrebs findet man Veränderungen in
diesen Genen.
Im Falle einer BRCA1- und/oder BRCA2-Mutation liegt eine
50%ige Wahrscheinlichkeit der Weitervererbung vor (dies gilt
sowohl für Frauen als auch für Männer).
Liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit
eine familiäre Disposition
vor, so wird eine genetisch-klinische Beratung an einem Zentrum
für familiären Brust- und Eierstockkrebs empfohlen
(Informationsbroschüre).
Wird im Rahmen der Risikosprechstunde ein erhöhtes Risiko
für Vererbung festgestellt, werden engmaschige Früherkennungsuntersuchungen
von den Krankenkassen übernommen.
Sind Fragen offen geblieben oder möchten
Sie persönliche
Auskunft, erreichen Sie unser Zentrum für erblichen
Brust- und Eierstockkrebs von
Mo-Fr. telefonisch unter: 089/7095-7572;
Frau Manuela Jähnig. Unter dieser Telefonnummer ist
die Anmeldung für die Spezialsprechstunde möglich.
Außerdem erreichen Sie uns unter folgender Emailadresse:
fr.genetik@med.uni-muenchen.de |