Anus praeter (AP) |
Ein künstlicher
Ausgang des Darmes in der Bauchwand, über den der
Stuhlgang des Kindes ausgeleitet wird. Die Anlage eines
Anus praeter dient häufig der Entlastung des Darmes
und wird bei Kindern mit NEC (s.d.) oder angeborenen oder
erworbenen Engstellen des Darmes angelegt. |
Atemnotsyndrom
des Frühgeborenen (ANS) oder respiratory distress
syndrome (RDS, IRDS)
|
Frühgeborenen
Kindern fehlt aufgrund ihrer Unreife in den Lungen eine
Substanz, welche die Lungenbläschen stabilisiert und
ihr „Zusammenfallen“ verhindert. Diese Substanz
heißt „surface active agent“ (Surfactant).
Durch den Mangel an Surfactant kommt es bei den frühgeborenen
Kindern zu Schwierigkeiten bei der Atmung, die unterschiedlich
ausgeprägt sein können. Bei stark beeinträchtigten
Kindern kann eine künstliche Beatmung nötig werden.
Durch die Gabe der so genannten „Lungenreifespritze“ an
die Mutter vor der Geburt wird die Produktion von Surfactant
angeregt und die Reifung der Lunge beschleunigt. Nach der
Geburt steht uns heute Surfactant als Medikament zur Verfügung,
der über den Beatmungsschlauch in die Lunge eingebracht
werden kann. |
Bobath |
Diese physiotherapeutische
Behandlungsform beruht auf der Hemmung abnormaler Bewegungsmuster
sowie der Bahnung physiologischer Bewegungsmuster. Im Rahmen
der Behandlung, bei der sowohl unterschiedliche Wahrnehmungssysteme
angeregt werden als auch pathologische Bewegungsmuster
und Muskeltonus gehemmt werden und physiologische Bewegungen
angebahnt werden, erfolgt mit den Eltern ebenso die Erarbeitung
von Möglichkeiten zur Bewegungsförderung im Alltag. |
Bradykadie |
Abfall der Herzfrequenz;
der Normalwert für
die Herzfrequenz ist altersabhängig |
Bradykardie-Apnoesyndrom |
Aufgrund der Unreife des Atemzentrums kommt
es bei Frühgeborenen häufig zu Atempausen, in
deren Zusammenhang ebenso Abfälle der Herzfrequenz
sowie der Sauerstoffsättigung auftreten. Tritt ein
solches Ereignis auf, werden die Kinder zum Luftholen angeregt
(stimuliert) oder bekommen, wenn sich diese Ereignisse
häufen, Medikamente (Theophyllin, Koffein), die das
Atemzentrum anregen sollen. Mit zunehmender Reife des Gehirns
nehmen diese Ereignisse in Häufigkeit und Schwere
ab. |
Bronchopulmonale Dysplasie (BPD) |
Durch die Unreife der Lunge, die Einflüsse
des Sauerstoffs, der mechanischen Beatmung und ablaufender
Entzündungsprozesse in der Lunge der frühgeborenen
Kinder kommt es zu einer Störung der normalen Lungenentwicklung
und zu Umbauprozessen. Die daraus resultierende chronische
Lungenerkrankung kann sehr unterschiedlich ausgeprägt
sein und reicht von einer milden Häufung von Atemwegsinfekten
bis zu einem verlängerten Sauerstoffbedarf des Kindes.
Wichtige Bausteine der Behandlung sind, auf den Flüssigkeitshaushalt
zu achten und eine energiereiche Ernährung für
das Wachstum zu gewährleisten. |
Cerclage |
Verschluss des Muttermundes, der unter
bestimmten Voraussetzungen bei drohender Frühgeburtlichkeit
und Muttermundseröffnung angewendet wird. |
Cholestase |
Die Cholestase (der Gallestau) bezeichnet
den Rückstau des gelben Blutfarbstoffes Bilirubin,
der Gallensäuren und anderer Gallenbestandteile durch
den verminderten oder fehlenden Abfluss von Galle in den
Darm. |
CPAP ( Continous positive airway
pressure ) |
Neben der Platzierung eines Beatmungsschlauches
in der Luftröhre besteht die Möglichkeit, den
Kindern eine Atemhilfe an der Nase oder durch einen Beatmungsschlauch
im Nasenrachenraum anzubieten. Dadurch wird ein Blähdruck
bei der Ausatmung angewandt (Continous positive airway
pressure, CPAP), der das „Offenhalten“ der
Lunge unterstützt. Durch zusätzliche Atemhübe
der Maschine kann eine richtige Rachenbeatmung durchgeführt
werden (NIPPV), bei der durch einen zusätzlichen positiven
Druck bei der Einatmung diese unterstützt wird. |
Cranio-Sacrale Therapie |
Die CranioSacrale Therapie ist eine nicht-invasive,
manuelle Behandlungstechnik, die von dem Osteopathen Dr.
John Upledger entwickelt wurde. Das Bewegen der Schädelnähte
und die Mobilisation der Wirbelsäule sowie des Kreuzbein-Darmbeingelenkes
mit den verbundenen Elementen der Hirnhäute haben
den Spannungsausgleich innerhalb des Bindegewebes und der
Hirnhäute zur Optimierung der Funktion des Nervensystems
zum Ziel. |
C-reaktives Protein (CRP) |
Das C-reaktive Protein wird in der Leber
gebildet und ist im Rahmen einer Entzündung (Infektion)
erhöht. Andere Hinweise auf eine Infektion erhält
man durch die Messung der weißen Blutkörperchen
sowie einiger Botenstoffe bestimmter Entzündungszellen. |
Zytomegalievirus (CMV) |
Das Zytomegalievirus gehört zur Gruppe
der Herpesviren und kann unterschiedliche Erkrankungsbilder
hervorrufen. Bei abwehrgeschwächten Patienten und Frühgeborenen
kann es dabei zu einer schweren Erkrankung kommen. Bereits
im Mutterleib können Gehirn, Leber und andere Organe
von der Infektion betroffen sein. |
Doppler |
Die Dopplermessung ist eine spezielle Untersuchungstechnik
der Sonographie (Ultraschall) mit der Flüsse in den
Blutgefäßen dargestellt werden können. |
BERA |
Mit der BERA (Brainstem evoked response audiometry,
deutsch Hirnstammaudiometrie) können verschiedene
Bereiche des Gehörs/des Gehörsinnes auf ihre
Funktionsfähigkeit untersucht werden. |
Frühgeborenenanämie |
Durch die Unreife der blutbildenden Organe,
den beschleunigten Abbau der roten Blutkörperchen,
die notwendigen Blutentnahmen sowie die schnelle Gewichtszunahme
in den ersten Monaten nach der Geburt kommt es bei frühgeborenen
Kindern zu einem relativen Mangel an roten Blutkörperchen
(Anämie). Darum erhalten frühgeborene Kinder
zur Unterstützung der Blutbildung in den ersten Lebensmonaten
eine Eisentherapie. Bei deutlich erniedrigten Werten oder
bei noch sehr kleinen Kindern kann die Gabe von roten Blutkörperchen über
ein sogenanntes Erythozytenkonzentrat nötig sein. |
Frühgeborenenretinopathie
(Retinopathia praematuorum, ROP) |
Durch den Einfluss eines wechselnden Sauerstoffangebotes
auf die unreife Netzhaut frühgeborener Kinder kann
es zu einer Schädigung der Netzhaut und in seltenen
Fällen zu ihrer Ablösung kommen. Diese Erkrankung
der Netzhaut kann – abhängig vom Schweregrad – z.B.
mit einem speziellen Laser oder anderen operativen Möglichkeiten
behandelt werden.
Um die Entwicklung der Netzhaut zu kontrollieren, werden
alle sehr unreifen Frühgeborenen nach den ersten Lebenswochen
und dann meist in wöchentlichem Rhythmus von einem Augenarzt
untersucht. Um diese Untersuchung der Netzhaut, also des
Augenhintergrundes zu ermöglichen, wird ein Medikament
zur Erweiterung der Pupillen in die Augen getropft. Um den
Kindern bei der Untersuchung keine Schmerzen zu zufügen,
wird die Augenoberfläche (Hornhaut) zuvor betäubt |
Hb (Hämoglobin) |
Der rote Blutfarbstoff |
Hydrozephalus |
Zum Schutz vor Verletzung ist das Gehirns
im Schädel in Hirnwasser gebettet. Durch verschiedene
Erkrankungen kann es zu einer eingeschränkten Zirkulation
dieses Hirnwassers in den verschiedenen Hirnwasserkammern
kommen. Hierdurch kommt es zu einer Aufweitung der Hirnwasserkammern
und zu einem Anstieg des Hirndrucks. Dieser kann dann zu
einer Schädigung des Hirngewebes sowie zu einer Beeinträchtigung
der Hirnfunktionen führen. Eine mögliche Therapie
ist die Ableitung des Hirnwassers über einen Schlauch
in den Bauchraum - einen sogenannten Shunt. Bei Frühgeborenen
ist eine häufige Ursache des Hydrozephalus eine vorausgegangene
Blutung in die Hirnwasserkammern, die sich im Inneren des
Gehirns befinden („Hirnblutung“, IVH; s.d.). |
(Neonatale) Hyperbilirubinämie |
Durch den natürlicherweise auftretenden
Zerfall kindlicher roter Blutkörperchen nach der Geburt
kommt es zum Anfall von Abbauprodukten des roten Blutfarbstoffes
(Hämoglobin), welcher in der Leber zu gelbem Blutfarbstoff
(Bilirubin) umgebaut wird. Durch die Unreife der Leber
neugeborener und in höherem Maß frühgeborener
Kinder, kommt es zu einer verminderten Entsorgung dieser
Abbauprodukte. Die erhöhte Konzentration des Bilirubins
im Blut bedingt eine Gelbfärbung der Haut und der
weißen Bindehaut im Auge. Zu hohe Bilirubinwerte
im Blut bergen die Gefahr einer bleibenden Schädigung
des kindlichen Gehirns. Deshalb wird blaues Licht in der
Fototherapie eingesetzt, welches die Ausscheidung von Bilirubin
im Harn erleichtert. |
Inkubator |
Um eine möglichst optimale Umgebung
für das frühgeborene Kind zu schaffen, insbesondere
im Hinblick auf die Umgebungstemperatur, die Luftfeuchte
und die Geräuschabschirmung, werden frühgeborene
Kinder bis zu einem Gewicht von ca. 1500 Gramm im Brutkasten
(Inkubator, kurz „Inku“) gepflegt. |
Intubation |
Im Rahmen der Intubation wird ein Beatmungsschlauch
durch die Stimmritze in die Luftröhre eingeführt.
Hierüber kann eine künstliche Beamtung erfolgen,
falls das Kind nicht ausreichend selbständig atmen
kann. |
Intraventrikuläre Haemorrhagie
(Hirnblutung, IVH) |
Aufgrund der Unreife des Gehirns und seiner
Blutgefäße bei frühgeborenen Kindern sowie
dem Einfluss zusätzlicher Faktoren wie Entzündungen
oder Blutdruckschwankungen vor oder nach der vorzeitigen
Geburt kann es zu einer Hirnblutung kommen. Eine Blutung
findet meist in der Nähe der Hirnwasserkammern (Ventrikel,
s.d.) statt. Das Ereignis kann auf eine Blutung in die
Hirnwasserkammern beschränkt sein oder umgebendes
Hirngewebe in Mitleidenschaft ziehen und wird in entsprechende
Grade (1-4) eingeteilt. Um eine solche Hirnblutung auszuschließen
oder festzustellen wird in regelmäßigen Abständen
bei den Kindern nach der Geburt eine Ultraschalluntersuchung
(Sonographie, kurz „Sono“) des Gehirns durch
die Fontanelle durchgeführt. |
Känguruhen |
Beim Känguruhen steht der direkte
Körperkontakt zwischen Kind und Mutter/Vater im Vordergrund
Hierbei liegt das Neugeborene auf der Brust der Mutter
/ des Vaters. So kann das Kind die Körperwärme
spüren, den Herzschlag, die Atmung und den Geruch
wahrnehmen. |
Katheter |
Bei Kindern, die langfristige eine Therapie
oder eine Ernährung über die Vene brauchen, wird
ein zentraler, d.h. in einer großen Körpervene,
nahe dem Herzen liegender Zugangsweg gesucht, ein so genannter
zentraler Venenkatheter (ZVK). Bei Frühgeborenen benutzt
man hierfür am Anfang oft sehr dünne Katheter,
die über die Nabelgefäße, manchmal bereits
im Kreißsaal, angelegt werden. Dabei kann außerdem
ein Katheter in eine Nabelarterie eingelegt werden, wodurch
wiederholte Blutabnahmen durch Gefäßpunktionen
vermieden werden können und der in den ersten Lebenstagen
eine kontinuierliche Überwachung der Kinder auch von
Seiten des Blutdruckes ermöglicht. Im weiteren Verlauf
kann es dann notwendig werden, dass ein Katheter über
eine Vene am Arm oder Bein vorgeschoben werden muss, der
Silastikkatheter. Bei größeren Kindern verwendet
man größere Systeme. Eine langfristige Lösung,
die von einem Chirurgen angelegt und festgenäht wird,
ist zum Beispiel der Hickmankatheter. |
Leistenhernie |
Aufgrund der Unreife des Bindegewebes kommt
es besonders bei frühgeborenen Kindern häufig
zum Auftreten der sogenannten Leistenbrüche. Durch
eine Öffnung oder Schwachstelle des Bindegewebes kommt
es hierbei zur Vorwölbung von Darmanteilen. Bei Jungen
ist hierbei eine typische Stelle der Übergang zum
Hodensack. Jungen sind auch entsprechend häufiger
betroffen. |
Magnetresonanztomographie (Kernspintomogramm,
MRT) |
Mit einer MRT kann man Schnittbilder des
menschlichen Körpers erzeugen, die oft eine sehr gute
Beurteilung der Organe und vieler Organveränderungen
erlauben. Die Magnetresonanztomographie nutzt – im
Gegensatz zur Computertomographie - magnetische Felder
und elektromagnetische Wellen, keine Röntgenstrahlen. |
Morbus Hirschsprung |
Durch eine Fehlentwicklung bestimmter Strukturen
des Nervensystems in der Darmwand kommt es in Anteilen
des Dickdarms zu einer Verengung, sowie zur gestörten
Passage des Stuhls und einer Aufweitung davor liegender
Darmanteile. |
Nekrotisierende Enterokolotis (NEC) |
Durch die Unreife des Darmes und der versorgenden
Blutgefäße bei frühgeborenen Kindern kann
es zu einer Veränderung nicht gut durchbluteter Darmanteile
kommen, die mit einem Untergang des Darmgewebes einhergehen
kann. Eine Komplikation ist hierbei die Entstehung einer
durchlässigen Stelle, ein sogenannter Darmdurchbruch
(Perforation). Durch eine Operation wird das betroffene
Darmgewebe entfernt und gegebenenfalls ein künstlicher
Darmausgang (Anus praeter, AP, s.d.) angelegt. Ebenso werden
die Kinder mit Antibiotika behandelt, um einen Übertritt
der Darmbakterien in die Blutbahn zu verhindern. |
Neonatologische Sprechstunde |
Sprechstunde, in der Früh- und Risikoneugeborene
nach ihrer Entlassung nach Hause in Zusammenarbeit mit
den niedergelassenen Kinderärzten weiter betreut werden. |
Nephrokalzinose |
Aufgrund der Unreife der Niere, der notwendigen
Infusionstherapien und der calciumreichen Frühgeborenennahrung
kann es bei manchen Frühgeborenen zu kleinen Kalkablagerungen
in den Nieren kommen. Meist sind diese Veränderungen
nicht sehr ausgeprägt und ohne klinische Relevanz.
Bereits nach einigen Lebensmonaten sind die Veränderungen
oft im Ultraschall nicht mehr nachweisbar. |
Oesophago-Bronchoskopie |
Durch Einführen eines dünnen
Schlauches in die Speiseröhre (Ösophagoskopie)
oder die Luftröhre und die dahinter liegenden Atemwege
(Bronchoskopie) können diese Strukturen optisch beurteilt
und gegebenenfalls Proben entnommen werden. |
Omphalozele |
Als Omphalozele bezeichnet man einen Nabelschnurbruch.
Durch eine Fehlbildung der Bauchwand beim ungeborenen Kind
treten einige seiner Bauchorgane (insbesondere Teile des
Darms) durch die Bauchwand in den Nabel hervor und kommen
in der sackartig aufgetriebenen Nabelschnur zu liegen.
Der Defekt kann unter Umständen schon vor der Geburt
mittels Ultraschall festgestellt werden. Die Therapie besteht
in einer operativen Versorgung nach der Geburt. |
Osteopathie / Osteopath |
Die Osteopathie wurde Ende des letzten
Jahrhunderts von dem amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor
Still entwickelt. Diese manuelle Behandlungsmethode wird
bei Bewegungseinschränkungen bindegewebiger Gleitflächen
und geweblicher Spannungen im gesamten Körper eingesetzt
und hat deren Diagnostik und Behandlung zum Ziel. Hierbei
werden alle Gewebe des Körpers zueinander in Bezug
gesetzt. |
Persistierender Ductus arteriosus
(PDA) |
Im Mutterleib gibt es einige Besonderheiten
des kindlichen Kreislaufes. Eine dieser Besonderheiten
stellt die Kurzschlussverbindung zwischen der Körper-
und der Lungenschlagader dar. Während sich bei reifen
Neugeborenen dieser Kurzschluss in den ersten Tagen selbstständig
verschließt, kann er bei Frühgeborenen eröffnet
bleiben. Dadurch wird die Lunge nach der Geburt mit Blut überflutet
wohingegen die Durchblutung anderer Organe vermindert ist.
Die Diagnose wird mit Hilfe des Herzultraschalles gestellt
(Echokardiographie, kurz Echo). Es gibt Medikamente, die
einen Verschluss dieser Verbindung erwirken können.
Sollte dies nicht möglich sein, kann der sogenannte „Ductus“ auch
durch eine Operation verschlossen werden. |
„PEKIP“ |
Prager Eltern-Kind-Programm
www.pekip.de |
Reflux |
Beim sogenannten Reflux (Rückfluss)
oder auch der Refluxkrankheit gelangt Mageninhalt aus dem
Magen in die Speiseröhre. Bei kleinen Kindern kann
dies bis zu einem gewissen Grad normal sein und „verwächst“ sich.
Bei älteren Kindern oder häufigen Ereignissen
sollte eine Abklärung und gegebenenfalls eine Behandlung
erfolgen. |
Rickham-Reservoir |
Das Rickham / Omaya Reservoir ist eine
kleine, halbrunde Silikonkapsel, die unter die Kopfhaut
eingestzt wird und mit einem Silikonkatheter, der bis in
die Hirnwasserkammern (Ventrikel, s.d.) reicht. Es ist
möglich, mit einer dünnen Nadel die Silikonkapsel
zu punktieren und etwas Liquor abzuziehen. Ein Reservoir
kann eingesetzt werden, wenn ein Kind einen Hydrozephalus
(s.d.), zum Beispiel nach Hirnblutung (IVH, s.d.) entwickelt. |
ROP (Retinopathia praematuorum) |
Siehe Frühgeborenenretinopathie |
Sedierung |
Wenn Kinder eine Behandlung oder Untersuchung
benötigen, die unangenehm für sie ist, kann man
ihnen Medikamente zur Sedierung (Beruhigung) oder gegen
die Schmerzen (Analgesie) oder beides geben (Analgosedierung). |
SSW |
Abkürzung steht für Schwangerschaftswoche |
Rotaviren |
Ein Virus, der eine Durchfallerkrankung
verursacht, von der vor allen Dingen Kleinkinder und Säuglinge
betroffen sind. |
Sonde, Duodenalsonde, Magensonde,
PEG-Sonde |
Eine Sonde ist ein dünner Schlauch,
der eingesetzt wird, wenn die Kinder noch nicht in der
Lage sind, die gesamte Nahrung selbständig zu trinken.
Eine Sonde kann über die Nase oder den Mund eingeführt
werden und bis in den Magen oder den Dünndarm (Duodenalsonde)
reichen. Sollte eine längerfristige Ernährung über
diese Sonde notwendig sein, so kann man auch einen Schlauch über
die Bauchdecke in den Magen-Darm-Trakt einführen,
um so den Mund- , Nasenrachenraum und die Speiseröhre
schonen. |
Sono |
Abkürzung für Sonographie, Ultraschall |
Ventrikel |
Hirnwasserkammer im Inneren des Gehirns.
Hier wird zum einen das Hirnwasser produziert, zum anderen
treten die meisten Hirnblutungen (IVH, s.d.) an den Ventrikeln
auf. |
Vojta |
Neurophysiologisch orientiertes Bahnungskonzept
zur Wiederherstellung angeborener physiologischer Bewegungsmuster,
die durch frühkindliche Hirnschäden in ihrer
Entwicklung blockiert oder durch Traumata verloren gegangen
sind. Die Behandlungsform der Physiotherapie wird hauptsächlich
zur Prophylaxe und Behandlung kindlicher neurologischer
Bewegungsstörungen und orthopädischer Fehlhaltungen
eingesetzt und hat die Bahnung physiologischer Bewegungsabläufe
zum Ziel, bevor diese von der krankhaften Entwicklung und
ihren Ersatzmustern verhindert werden. |
Zöliakie |
Bei der Zöliakie kommt es aufgrund
einer Gluten-Unverträglichkeit (einem „Klebstoff
in bestimmten Getreidesorten) zu einem Untergang der Schleimhaut
im Dünndarm. Hierdurch ist die Funktion der Dünndarmschleimhaut
(Aufnahme von Nahrungsbestandteilen eingeschränkt
und die Kinder zeigen die entsprechenden Mangelerscheinungen. |
ZVK |
Zentraler Venenkatheter, siehe Katheter |